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Geht es uns zu gut?

Florian Gerster mit Wirtschaftsminister a.D., Rainer Brüderle und der Vorsitzenden des Liberalen Mittelstandes Rheinland-Pfalz, Daniela Schmitt

(03.03.2015) MAINZ. Mehr als 100 Gäste kamen auf Einladung des Liberalen Mittelstands Rheinland-Pfalz e.V. ins Favorite Park Hotel nach Mainz, um dem Vortrag des ehemaligen rheinland-pfälzischen Sozialministers und Ex-Chefs der Bundesagentur der Bundesagentur für Arbeit, Florian Gerster, zu lauschen. In ihrer Eingangsrede betonte die Vorsitzende des Liberalen Mittelstands, Daniela Schmitt, die Bedeutung des Mittelstands als gesellschaftliches Bindeglied zwischen Wirtschaft und Gesellschaft. „Gerade der Mittelstand ist ganz dicht bei den Menschen“, so Schmitt. Der Mittelstand sei wenig anfällig dafür, wirtschaftliche Interessen gegen soziale auszuspielen.

Florian Gerster scheute sich in seinem Vortrag nicht, auch unangenehme Wahrheiten anzusprechen. So stellte er die Zukunftsfähigkeit des europäischen Sozialstaatsmodells infrage: Europa habe global betrachtet 7% der Weltbevölkerung, 25% der Wirtschaftsleistung, leiste sich aber 50% der globalen Sozialleistungen. Auch mit der Politik der derzeitigen Sozialministerin ging er hart ins Gericht. Andrea Nahles sei ein Rückfall in die Politik der 70er Jahre.


Florian Gerster forderte eine gerechtere Politik. Der deutsche Staat gehe zu rücksichtslos und zu unsensibel mit den leistungsfähigen und –willigen Bürgern um. Er beschrieb den Fall eines jungen, alleinstehenden, gut ausgebildeten Facharbeiters, der es auf ein Jahreseinkommen von rd. 60.000 Euro bringen könne und dem unter Umständen mehr als 60% an Steuern und Abgaben abverlangt würden. „Schäuble ist glücklich, wenn der Staat Geld hat, aber nicht, wenn die Menschen Geld haben“, so Gerster.


In der anschließenden Diskussion ergänzten einige der Gäste die Ausführungen Gersters um ihre Erfahrungen. Fazit der Veranstaltung war, es schadet, Wirtschaft und Soziales gegeneinander auszuspielen. Ein starker Sozialstaat braucht eine starke Wirtschaft als solides Fundament.

Schmitt appelliert an den Willen den Wandel zu gestalten

Bitburg. Beim traditionellen Neujahrsempfang der Bitburger FDP sprach Daniela Schmitt, stellv. Landesvorsitzende der FDP Rheinland-Pfalz, über den Wandel im Mittelstand. „Unsere Mittelständler sind oft seit Generationen regional tief verwurzelt und zugleich hoch flexibel am Markt“, sagte Schmitt. Sie hätten vor allem die Fähigkeit eigene Fehler als solche zu erkennen und aus ihnen zu lernen. „Daraus entsteht eine große Bereitschaft für Veränderungen“, so Schmitt. Daher könne sie die Untätigkeit der Bundes- und Landesregierung nicht verstehen. Der Mittelstand habe tiefgreifende Probleme mit Fachkräften, Bürokratie und undurchsichtigen Genehmigungsverfahren.

Kritisch zeigte sich die stellv. Bundesvorsitzende des Liberalen Mittelstandes auch mit Blick auf die Infrastrukturpolitik der rot-grünen Landesregierung. „In einem Flächenland wie Rheinland-Pfalz, muss man dafür sorgen, dass die Unternehmen gute Infrastrukturangebote haben. Das gilt aber auch für die Kommunikationsinfrastruktur. Ein Breitband-Internetanschluss ist heute ein ebenso großer Standortfaktor wie gute Bahn- und Straßenanbindung", so Schmitt. 

„Ein besonderer Wert für mich ist immer wieder das ehrenamtliche Engagement. Ehrenamtliches Engagement gestaltet eine Gesellschaft, es verbindet und es gibt sozialen Rückhalt – aber auch soziale Kompetenz“, so Schmitt. Sie sei dankbar, dass so viele Mittelständler aus tiefer Überzeugung das Ehrenamt stärken. „Hand in Hand, können Wirtschaft und Gesellschaft etwas bewegen. Es macht mich stolz, dass der Mittelstand in Rheinland-Pfalz so denk, fühlt und handelt“, sagte Schmitt zum Abschluss ihrer Rede. 

Liberaler Mittelstand in Rheinland-Pfalz wählt Vorstand

Mainz. Auf der turnusgemäßen Mitgliederverammlung bestätigte der Liberale Mittelstand Rheinland-Pfalz seine Vorsitzende, Daniela Schmitt, für weitere zwei Jahre an der Spitze des Verbandes. Schmitt ist seit 2011 Vorsitzende des Landesverbandes und seit November 2013 Stellv. Bundesvorsitzende.
"Ich bin sehr dankbar über das Vertrauen. Es bestätigt die erfolgreiche Arbeit des gesamten Vorstandsteams und aller Mitglieder", so Schmitt. Man habe in den letzten zwei Jahren viel für den Mittelstand erreicht und wolle diesen Kurs fortsetzen. "Die gute Vernetzung und der gute Austausch sind für kleine und mittlere Unternehmen von großer Bedeutung. Wir wollen auch in Zukunft eine starke Stimme für diese Mittelständler sein", umreißt Schmitt die Ziele für die nächsten zwei Jahre. Zu Stellvertreterinnen wurden Claudia Sturm und Sandra Weeser gewählt. Jürgen Creutzmann, MdEP ist als Schatzmeister im Amt bestätigt. Als Beisitzer wurden Hans-Artur Bauckhage, Wolfgang Oepen, Richard Patzke, Günter Eymael und Dr. Franz-Ferdinand Kuhn gewählt. 

Daniela Schmitt zur stellv. Bundesvorsitzenden gewählt

Potsdam. Auf der Bundesdelegiertenkonferenz in Potsdam wurde die Vorsitzende des Liberalen Mittelstandes Rheinland-Pfalz, Daniela Schmitt, zur Stellv. Bundesvorsitzenden gewählt. Die Rheinland-Pfälzerin setzt sich als Landesvorsitzende schon länger für die Interessen der kleinen und mittelständischen Betriebe auch auf Bundesebene ein. „Mit der Wahl zur Stellv. Vorsitzenden haben die Mitglieder einen klaren Kurs gewählt. Wir wollen uns auch in Zukunft für die kleinen und mittelständischen Unternehmen einsetzen, die jeden Tag den Wohlstand unseres Landes erarbeiten“, sagte Schmitt.
Der Mittelstand habe in Rheinland-Pfalz eine lange und erfolgreiche Tradition. "Die Unternehmen in Rheinland-Pfalz sind stark mit den  Menschen, den Regionen und dem Land verwurzelt. Ich freue mich, dass mein Bundesland und Deutschland so stark vom Mittelstand geprägt sind", so die Stellv. Bundesvorsitzende.